Die Bedeutung von Futteranreicherung

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Brachionus:
Durch meine Versuche, Pseudogobiopsis oligactis Larven aufzuziehen, wurde ich auf ein Problem aufmerksam, dem ich vorher keine Bedeutung zugemessen hatte. Das Anreichern von Aufzuchtfutter.
Das Phänomen, daß die Larven fraßen und dennoch nach 8 Tagen starben, ließ mir keine Ruhe. Deswegen beschäftigte ich mich eine Zeit lang erst einmal mit diesem Thema.

Was mir vorher gar nicht klar war: Brachionus sind unfeüttert quasi "hohl". Sie haben wenig Nährwert. Bis dato hatte ich immer große Sorge, daß etwas von dem doch recht belasteten Zuchtwasser ins Aufzuchtbecken der Larven gelangen würde und habe deshalb die Rädertierchen vorher gezielt nicht gefüttert. Daß dies ein großer Fehler war, ist mir erst später klar geworden.

Inzwischen füttere ich die Rädertierchen gezielt 20 Minuten vor der Verfütterung. Dabei mische ich, solange sie verfüttert werden, das spezielle Brachionusfutter Selco S. parkle mit einem Anreicherungsprodukt (Selco Protein oder Selco S.presso) im Verhältnis 2:1, also 0,2 Gramm Selco S. parkle + 0,1 Gramm Anreicherung.

Das Ergebnis dieser Anreicherung war bei meinen Aufzuchten der R. leavelli deutlich zu verzeichnen.
Die ersten Larven aus 3 Gelegen fütterte ich mit ungefütterten Brachionus.Aus diesen Gelegen kamen jeweils 20 - 30 Larven von ca. 3000 durch und ihre Entwicklung war relativ gleich.
Das letzte und 4. Gelege wurde nach o.b. Methode gefüttert. Aus diesem Gelege überlebten 118 Larven.

Meilensteine sind die erste Annahme von anderem Futter und das Einstellen der freischwimmenden Phase.

Gelege erste Artemia-annahme Bodenphase
Vergleich mit und ohne Anreicherung
1-3  Tag 21  Tag 42
4  Tag 12  Tag 34